Das alte Gartengemüse
Altes Gemüse, ein kulinarischer Schatz der fast vergessen ist!
„Altes Gemüse“ klingt im ersten Moment vielleicht nach vergessenem Gemüse hintem im Kühlschrank – aber eigentlich verbirgt sich dahinter ein alter kulinarischer Schatz: 2Historische Sorten die man fast vergessen hat.
Bevor die industrielle Landwirtschaft auf Uniformität, Lagerfähigkeit und markelloses Aussehen setzte, (schaut euch heute im Supermarkt die Gurken an nach EU-Norm) gab es eine riesige Vielfalt auf unseren Feldern. Diese „Ur-Gemüse“ erleben gerade ein Comeback und das aus gutem Grund.
Warum „alt“ eigentlich „neu“ ist!
Die modernen Hybridsorten im Supermarkt sind oft darauf gezüchtet, gleichzeitig reif zu werden und den Transport im Lkw unbeschadet zu überstehen. Dabei ging eines oft ganz verlorsen: „Der Geschmack“.
Altes Gemüse punktet dagen mit:
- Geschmacksintensität: Von nussig über butterzart bis hin zu einer komplexen Süße.
- Resilienz: Viele alte Sorten sind robuster gegenüber lokalem Klima und Schädlingen.
- Nährstoffdichte: Sie enthalten oft mehr sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine als ihre hochgezüchteten Verwandten.
Stars der Vergangenheit
Einige Klassiker, die wir zum Glück wieder öfter auf dem Wochenmarkt finden:
Wer Topinambur noch nicht kennt, sollte ihn unbedingt einmal probieren, denn die unscheinbaren Knollen lassen sich sehr vielseitig zubereiten und haben ein leckeres, leicht nussig-süßliches Aroma.Optisch erinnert Topinambur ein wenig an Kartoffeln oder an Ingwerknollen. Das Wurzelgemüse kann sowohl roh als auch gekocht gegessen werden – etwa als Suppe, Püree, Auflauf oder Rohkostsalat. Roh schmeckt Topinambur leicht bitter, gekocht überwiegt die süßliche Note.
Schwarzwurzel oft als „Spargel des armen Mannes“ bezeichnet, ist sie zwar mühsam zu schälen (Handschuhe sind Pflicht), aber ihr geschmack ist absolut edel und cremig. Die Schwarzwurzel hat von Oktober bis April Saison und wird aufgrund ihrer Ähnlichkeit zum Spargel als Winter-Spargel bezeichnet. Einen Unterschied gibt es beim Geschmack: Die Schwarzwurzel schmeckt herber und nussiger als ihr beliebter Zwilling im Frühling das tut.
Ringelbete ist bereits um 2000 vor Christus war die Urform der Ringelbete „Beta vulgaris“ bekannt, dies belegen Funde aus einer jungsteinzeitlichen Küstensiedlung in Nordholland. Das Fleisch der wilden Rüben zeigte ursprünglich das Muster aus weißen und roten Ringen. Durch Züchtungen im 19. und 20. Jahrhundert ging das Farbenspiel verloren. Es entstand die handelsüblich Rote Bete. Zum Glück wurde die naturbelassene geringelte Rübe nicht ganz verdrängt, sodass wir neben roten und gelben Beten heute auch ihre ältere Schwester, die Ringelbete, genießen können.

Rosenkohl zählt zu den beliebtesten heimischen Wintergemüsesorten. Die Röschen haben unter den Kohlsorten fast den höchsten Vitamin C-Gehalt und sind deshalb ein hervorragendes Gemüse zur Stärkung des Immunsystems. Ebenso enthaltene B-Vitamine, Kalzium, Zink, Vitamin K und Ballaststoffe machen ihn zum gesunden Wintergemüse. Für Rosenkohl gilt, je später geerntet, umso mehr Zucker hat er eingelagert, was seinen nussigen Geschmack erheblich verbessert.
Rote Bete Diese Knole ist ein wahres Multitalent. Sie senkt den Blutdruck, kann das Risiko für Herzkrankheiten verringern und die Hirnfunktion verbessern. Ihr regelmäßiger Verzehr wirkt sich ebenso positiv auf die Leber aus, denn das enthaltende Betain hilft die Ansammlung von Fett in der Leber zu verringern und trägt somit zu einer gesunden Leberfunktion bei. Die Powerknolle enthält viel Folsäure, A- und B- Vitamine und ist reich an Eisen und Kalium.
Pastinaken Dieses Wurzelgemüse enthält jede Menge Kohlenhydrate, die dem Körper schnelle Energie liefern. Neben Vitamin C, Kalium und Calcium enthalten Pastinaken Eisen, das der Körper für die Bildung roter Blutkörperchen braucht. Besonders geeignet ist das Gemüse für Diabetiker, denn der enthaltene Ballaststoff Inulin lässt den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen.
Grünkohl enthält eine hohe Menge an Vitamin A, C, E und K sowie B-Vitamine. Die im Kohl enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe regulieren zu hohen Blutdruck und haben eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung auf unseren Körper. Der gesunde Superkohl liefert darüber hinaus mehr Eisen als manche Fleischsorten.




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